Bedrohte Flora und Fauna 2008

Flusslandschaft des Jahres 2008/09 wurde das 55 km lange Flüsschen "Nette" im nördlichen Rheinland-Pfalz. Das haben der Deutsche Anglerverband und die NaturFreunde Deutschlands beschlossen. Ausschlaggebend sind die geologischen Besonderheiten, die Tier - und Pflanzenwelt, sowie die aquatischen Lebensgemeinschaften. Am Tag des Wassers, am 22. März 2008 fand die offizielle Proklamation in Plaidt statt.

Die Walnuss, den Menschen ein guter, alter Freund.
Der Walnussbaum besitzt zwei Dinge von allerhöchster Qualität, das edelste Holz und die besten aller Nüsse.Er ist der ideale Hausbaum und kommt in Einzelstandam besten zur Geltung. Übrigens, das Wort "Walnuss" ist im Hochdeutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt und stammt aus dem Niederdeutschen (mittelniederdeutsch "walnut"). Der ursprünglich aus dem Orient stammende Walnussbaum kam aus Italien zu uns. Daher wurde die Walnuss bis ins 18. Jahrhundert auch als "welsche Nuss" bzw. "Welschnuss" bezeichnet. Der erste Bestandteil des Wortes geht somit auf das altgermanische Adjektiv "welsch" in der Bedeutung "romanisch, bes. italienisch, französisch" zurück. Der Begriff "welsch" wiederum lässt sich auf ein germanisches Substantiv zurückführen, das ursprünglich die keltischen Bewohner westeuropäischer Gebiete bezeichnete und dem ein keltischer Stammesname (lateinisch "Volcae") zugrunde liegt. Dieses Substantiv ist in mittelhochdeutsch "walch", althochdeutsch "walah" und altenglisch "wealh" (= "Welscher") erhalten. Nach der Besetzung der keltischen Gebiete durch die Römer ging die Bezeichnung auf die dortige romanische Bevölkerung über, besonders auf diejenige in Gallien und Italien. Und somit kamen durch die Vermittlung der Römer schließlich auch die Germanen in den Genuss einer "welschen Nuss". Bei den Schweizern wird die Walnuss übrigens auch schlicht und ergreifend "Baumnuss" genannt.

Die nickende Distelist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütlergewächse. Alle Disteln sind wichtige Nährpflanzen für Vögel, Schmetterlinge und Insekten. Früher gehörte die Distel zur dörflichen Unkrautflora, leider findet man sie heute nur noch selten.

Fisch des Jahres wurde der Bitterling. Er ist eine vom Aussterben bedrohte Kleinfischart. Zugleich wollte die Jury auf die Gefährdung des Ökosystems Wasser hinweisen. Der Bitterling wird nur 6 bis 9 cm groß, er schmeckt bitter und lebt in Weihern, Tümpeln oder langsam fließenden Gewässern. In Deutschland eher selten, aber auch in der Nette ist er zu finden.

Der Kuckuck, der seinen Namen nach seinem markanten Ruf erhalten hat, wurde gewählt, weil sein Lebensraum verloren geht, in Deutschland, genauso wie im afrikanischen Winterquartier.

Die Schutzgemeinschaft “Deutsches Wild” wählte den Wisent zum Wildtier des Jahres 2008. Das größte und schwerste Landsäugetier Europas ist stark existenzgefährdet. Das Wildrind könne aberin absehbarer Zeit wieder frei in Deutschland leben.