Bedrohte Flora und Fauna 2009


Flusslandschaft des Jahres 2008/09
wurde das 55 km lange Flüsschen "Nette" im nördlichen Rheinland-Pfalz. An ihrem Ufer sind Eisvögel und Wasseramseln heimisch. Auch Lachse haben die Nette als Lebensraum entdeckt.

Baum des Jahres ist der Berg-Ahorn.
Er wächst nicht nur in den Alpen, sondern inzwischen auch in den Mittelgebirgen und im flachen Land. Das harte, gut drechselbare Holz ist beliebt bei Herstellern von Musikinstrumenten, sowie bei Zimmerleuten. Sie verarbeiten das helle Holz für edle Treppen und Fußböden.

Blume des Jahres ist die „Gemeine Wegwarte“.
Sie ist eine Verwandte von Chicoree und Radicchio, die Wurzel wurde früher geröstet, teurem Bohnenkaffe beigemischt oder als „Muckefuck“ Kaffeeersatz verkauft. Wegen ihrer leuchtend blau-violetten Farbe galt sie früher als Symbol der Liebe und Romantik.

Fisch des Jahres wurde der Aal.
Er lebt auf dem Grund der Flüsse unter Steinen oder im Schlamm. Aale schlüpfen im Atlantik, in der Saragossasee nahe den Bahamas. Mit dem Golfstrom werden die Larven verdriftet und erreichen nach ca. 3 Jahren die europäischen Küsten. Da der Aal ein Wanderfisch ist, und zum Laichen wieder in den Atlantik zurückkehrt, hat er große Probleme mit der Verbauung der Gewässer, z.B. Wasserkraftwerken.

Vogel des Jahres ist der Eisvogel.
Er besiedelt weite Teile Europas, Asiens, sowie Nordafrikas. Er lebt vorwiegend an langsam fließenden oder stehenden, klaren Gewässern. Sein Bestand hat in den letzten Jahren wieder leicht zugenommen.


Der Igel ist das Wildtier des Jahres 2009.
Die jährliche Auswahl wurde von der Schutzgemeinschaft "Deutsches Wild" getroffen. Der Igel (Ericaneus europacus) ist auf allen Kontinenten verbreitet. In Deutschland ist er nicht nur in Wald und Feld anzutreffen, sondern auch in unseren Städten ein häufig gesehener Gast. Die menschliche Zivilisation mache ihm aber zunehmend zu schaffen.