Bedrohte Flora und Fauna 2014

Baum des Jahres 2014
Baum des Jahres: Trauben-Eiche (Quercus petraea)

Im Jahr 2014 steht eine der heimischen Laubbaumarten mit der höchsten Lebenserwartung im Mittelpunkt. Diese Eichenart kann über 1.000 Jahre alt werden und ist bis auf Spanien, Nordosteuropa und Nordskandinavien in fast ganz Europa verbreitet. In der Wuchsform ähnelt sie der Stiel-Eiche, jedoch bei der Trauben-Eiche hängen die Eicheln gehäuft am Zweig (Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung und Verein e.V. Baum des Jahres, Marktredwitz).

Orchidee des Jahres 2014
Heimische Orchidee des Jahres: Blattloser Widerbart
Die Orchidee des Jahres bildet keine Blätter, aber blassgelbe Blüten mit rosa Schimmer. Die helmartige Blüten weisen die Besonderheit auf, dass die Blütenlippe anders als bei all ihren deutschen Verwandten nach oben zeigt. Den Zusatz blattlos trägt die seltene Pfalanze, weil ihr Stängel kahl ist (Arbeitskreis Heimische Orchideen AHO, München).

Schmetterling des Jahres 2014
Schmetterling des Jahres: Wolfsmilchschwärmer (Hyles euphorbiae)

In den 1960er Jahren kam der Wolfsmilchschwärmer mit seinen auffällig gefärbten Raupen hierzulande sehr viel häufiger vor. Mittlerweile ist er aus vielen Regionen komplett verschwunden. Ursache dafür ist der zunehmende Verlust nährstoffarmer, trockener und warmer Standorte, auf denen die Zypressen-Wolfsmilch, Nahrungspflanze der Wolfsmilchschwärmer-Raupen, in größeren Mengen wächst (BUND NRW Naturschutzstiftung und Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen).

Blume des Jahres 2014
Blume des Jahres: Schwanenblume

Die Blume des Jahres steht bereits in vielen Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Vergabe des Titels geht auf Loki Schmidt (1919 – 2010) zurück, die Ehefrau von Altbundeskanzler Helmut Schmidt (Stiftung Naturschutz, Hamburg).

Arzneipflanze des Jahres 2014
Arzneipflanze des Jahres: Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Die Pflanze wirke gegen Bakterien und mildere den Hustenreiz und wird seit Jahrtausenden in der Heilkunde genutzt (Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde, Universität Würzburg).

Vogel des Jahres 2014
Vogel des Jahres: Grünspecht (Picus viridis)

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den farbenprächtigen Grünspecht zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt. Die rote Kappe und die schwarze Augenmaske bescherten ihm schon den liebevollen Spitznamen „Zorro“. Er findet überall ein Zuhause, wo es alte Bäume zum Bau von Nisthöhlen und Grünland mit ausreichend Ameisen als Futter gibt. Mit seinem Schnabel und der bis zu zehn Zentimeter langen klebrigen Zunge kann er seine Leibspeise aus dem Boden oder aus den Bäumen herausholen. Zentrale Merkmale des Grünspechts sind sein freudiger Gesang und sein dynamisch, meist mehrsilbiger Ruf, der einem gellenden Lachen gleicht: „kjückkjückkjück“. Dieser ist zu jeder Jahreszeit zu hören. Er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht die zweithäufigste Spechtart Deutschlands. Aufmerksame Beobachter können ihn in halboffenen Waldlandschaften, Gärten und Parks oder auf Streuobstwiesen und Brachen finden – überall dort, wo Grünland mit alten Bäumen vorkommt.

Pilz des Jahres 2014
Pilz des Jahres: Tiegelteuerling (Crucibulum laeve (Huds.) Kambly 1936)
Die Pilzart bildet kleine, einen Zentimeter hohe Tiegelchen, in denen linssenförmige Sporenbehälter liegen. Sie werden durch Regentropfen herausgeschleudert oder von Vögeln gefressen. So hat sich die Art über die ganze Welt verbreitet (Deutsche Gesellschaft für Mykologie, München).

Landschaft des Jahres
NaturFreunde-Landschaft des Jahres 2013/14 ist der Oberrhein

Die NaturFreunde Internationale (NFI) hat die Region Oberrhein im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich zur „Landschaft des Jahres 2013/2014 – Oberrhein – Vallée du Rhin Supérieur" ernannt. Das Projektgebiet umfasst in Deutschland Süd- und Mittelbaden und die südliche Pfalz, in Frankreich das Elsass sowie in der Schweiz die Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Jura, Solothurn und Aargau